Sturm und starke Regenfälle legen Spielbetrieb lahm!
Alter schützt vor Leistung nicht
EXKLUSIV: Rolf Everding zu Gast bei zwei 87-Jährigen Golfern im Golfclub Lipperland e.V.
„Golfspieler leben länger“, las ich kürzlich in einer Kolumne. „Bewegung an der frischen Luft, Beanspruchung eines Großteils der Muskulatur, und höchste Konzentration bei jedem Schlag fördern die Durchblutung des Gehirns“. Wer gesund alt werden will, muss beizeiten etwas dafür tun, denn altern ist kein plötzliches Ereignis. Der Alterungsprozess gehört zum Leben.
Ich bin auch nicht mehr so ganz jung, aber dass es Golfspieler geben soll, die mit 87 Jahren noch dreimal in der Woche auf den Platz gehen und 18 Löcher spielen, konnte ich kaum glauben. Ich hörte mich um und erfuhr, dass es im Golfclub Lipperland Lage gleich zwei Golfer gibt, die 87 Jahre alt sind, und regelmäßig eine ganze Runde spielen.
Wir verabredeten uns und gingen zusammen auf ihren nicht ganz leichten Heimatplatz bei Detmold im schönen Lipperland.
Willi Büker heißt der eine, und Otto Kern der andere. Beide sehen nicht annähernd so alt aus, wie sie sind. „Fit wie ein Turnschuh“, sagt man wohl gemeinhin zu einer derart guten Konstitution.
Als ich vor der Runde frage, ob wir mit einem Elektro-Cart fahren wollen, lehnen beide empört ab. „Das können wir machen, wenn wir alt sind. Noch brauchen wir diese Laufhilfen nicht!“
Ob sie – wie es die Regeln für über 80-Jährige erlauben würden – vom Damen Tee abschlagen wollen, traue ich mich nun gar nicht mehr zu fragen.
Ich staune über das, was ich auf der Runde erlebe. Otto schlägt sehr sicher geradeaus und ist mit seinen Abschlägen fast so lang wie ich, oder auch schon mal länger. Willi hält sich zurück, aber auch seine Bälle fliegen gut und landen fast immer in der Mitte der Fairways. Keiner der beiden verliert auf den 18 Bahnen einen Ball. Nur ich. Auf der Neun schlage ich meinen Ball links zwischen die Bäume, und den finden wir nicht wieder.
Beide haben große Stärken. Otto ist bei langen Schlägen sehr sicher, Willi macht seine Punkte durch perfekte Annäherungen aufs Green. „Gelernt ist gelernt“, lacht er.
„Gelernt kann ich von mir nicht sagen“, wirft Otto ein, „ich spiele seit fast 75 Jahren Golf, aber eine Trainerstunde habe ich nie gehabt“. Respekt, Respekt, sein Schwung ist geradezu perfekt.
Willi und Otto spielen richtig gutes Golf. Bogey oder auch schon mal besser ist bei Otto normal, über Doppelbogeys regt er sich auf, spielt er ein Par, dann strahlt er. Willi ist nicht ganz so anspruchsvoll. „Für mich ist ein Score unter 100 Schlägen auf einer Runde ein sehr gutes Ergebnis“.
Nach der Neun machen wir eine kleine Pause. Aber nicht, weil meine beiden Oldies das so wollen, sondern weil ich die Gelegenheit nutzen will, etwas über ihr Leben zu erfahren.
Wir setzen uns in die Halftime-Hütte und trinken Kaffee. Essen wollen beide nichts. „Das belastet nur, eine Banane während der Runde ist genug!“
Willi Büker war Direktor der Sparkasse in Detmold und bekam im Ruhestand für seine vielen ehrenamtlichen Tätigkeiten das Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland. Seit seiner Jugend trieb er regelmäßig Sport. Beim Feldhandball als Spieler, beim Hallenhandball als Torwart und im Tennis als erfolgreicher Mannschaftsspieler. 25 mal hat er das Goldene Sportabzeichen gemacht. Mit 62 Jahren nahm er seine erste Trainerstunde und wurde zweimal Clubmeister bei den Senioren. Tennis und Golf hat er bis heute bei behalten. „Golf spiele ich zwei- bis dreimal, und Tennis einmal in der Woche zwei Stunden im Doppel, das hält gesund. Natürlich weiß ich, dass es ein großes Glück ist, mit 87 noch so fit zu sein, wie ich es bin“, macht er eine Pause, „aber ich habe in meinem ganzen Leben auch Einiges dafür getan. Von nix kommt nix“, lacht er mich an.
Otto Kern war kaufmännischer Leiter eines großen Betriebes in Braunschweig. „Ich habe mit elf Jahren als Caddie –zu der Zeit war ein Caddie noch Pflicht - angefangen und durfte mit Dreizehn schon an den Deutschen Caddie-Meisterschaften teilnehmen.“ Der Krieg unterbrach seinen golferischen Höhenflug. Erst nach Ende des Zweiten Weltkriegs konnte er in seinem Heimatclub in Braunschweig wieder spielen. Sehr bald war er eineinstellig. Mit Handicap -1 gehörte er in den 60ger Jahren zur Spitzenklasse der deutschen Amateurgolfer. Er spielte in der deutschen Nationalmannschaft und wurde mehr als 20-mal Clubmeister. Vor elf Jahren gelang ihm eine 75, und das war ein Schlag weniger als sein Lebensalter. „Das“, so sagt er mir, „möchte ich im nächsten Jahr wieder erreichen. Mit 88 Jahren eine 87 hier auf diesem Platz“. Ich traue es ihm zu.
Meine beiden Spielpartner drängen zum Aufbruch. „Mehr als zwei Flights wollen wir nicht durch spielen lassen, wir werden sonst kalt und kommen zu sehr aus dem Rhythmus“.
Und tatsächlich, die Pause und meine vielen Fragen haben beiden nicht gut getan. Sie brauchen zwei Bahnen, um wieder richtig gut drauf zu sein. Ab der Zwölf, ein sehr langes Par 4, spielen sie wieder so gut wie vor der Pause. Sie bewegen sich fast wie Golfer im besten Mannesalter. Ich habe nicht den Eindruck, dass es sie besonders anstrengt. Das Golferglück lacht ihnen aus den Augen.
Willi und Otto nehmen das Ganze zwar ernst, aber irgendwie stehen sie über den Dingen. „Wir müssen niemandem mehr etwas beweisen. Die Bewegung an der frischen Luft tut unserem Leben gut, und das wollen wir so lange wie möglich machen“. Das Spiel der beiden lässt ahnen, dass das noch lange so weiter gehen kann.
Nach der Runde unterhalten wir uns im Clubhaus. Ich frage nach ihren Vorbereitungen aufs Spiel, nach ihrer Ernährung und nach vielem mehr. Vor allem aber will ich wissen, welchen Rat sie den Jüngeren geben, gesund alt zu werden. „Regelmäßig Sport, nicht nur mal zum Schwimmen gehen oder ab und zu wandern. Die Stetigkeit ist wichtig, sonst bringt das nichts. Wer nie Sport getrieben hat und Golf als einen Spaziergang mit Krückstock gesehen hat, der sollte im Alter, so etwa über 70, nicht mehr mit dem Golfspielen anfangen. Er wird es zu nichts mehr bringen, und dann macht Golf keinen Spaß“.
„Wir wissen natürlich, dass man auch sehr viel Glück haben muss, um mit fast 90 Jahren noch gesund und alters entsprechend fit zu sein. Jedes Alter hat seine Schwierigkeiten, und das ist etwas, was in gewisser Weise konstant bleibt, doch damit muss man umgehen können. Wenn Du alt werden willst, musst du Dein Leben beizeiten darauf einstellen.
Wir hören nicht auf zu spielen weil wir alt werden; wir würden alt werden wenn wir aufhören würden zu spielen!“
Einheits-Scramble - Anschließend Tanz im Festzelt
Auch am 2. Turniertag (Einheits-Scramble) war die Beteiligung am Turnier mit 100 Personen ebenfalls gut besucht. Eingedeckt mit schönen Teegeschenken ging es dann um 12.00 Uhr mit Kanonenstart los. Bei sommerlichen Temperaturen war anschließend der Schattenplatz auf der Terasse heiß begehrt.
Die Siegerehrung erfolgte ebenfalls wieder im Festzelt. Der Longest-Drive-Preis der Damen und Herren blieb in der Familie. Katja Riecke-Kropp war mit 201 Metern erfolgreich und ihr Mann Bernd Kropp erreichte 238 Meter.
Das 1. Brutto mit 41 Brutto-Punkten erreichte das Team um Flightführer Christian Büker mit Simon Smolik, Julia Mehlig und Margret Niemeyer. Das 2. Brutto gewannen Hans-Dieter Knoche, Dieter Kiel, Bernd Hücker und Thomas Lauritzen.
Mit 64 Netto-Punkten konnte sich das Team Michael Finke, Michaela Seelmeyer, Günter Bastert und Gabriele Totzek-Schlingmann das 1. Netto sichern. Wegen Doppelpreisausschluss ging das 1. Netto nicht an das Team von Christian Büker (ebenfalls 64 Netto-Punkte). Katja Riecke-Kropp, Wilhelm Becker, Renate Liebrecht und Peter Pohlmann erzielten mit 63 Netto-Punkten nach Stechen das 2. Netto.
Im Anschluss der Siegerehrung heizte die Partyband Graffiti mit der Sängerin Bianca Schomburg dann das Festzelt so richtig ein und das "Tanzbein" wurde kräftig geschwungen.
Wem es gefallen hat: Hier geht's zur Homepage der Partyband Graffiti
http://www.klaude.de/index1.htm
Preis des Präsidenten
Am 1. Oktober 2011 fand der Preis des Präsidenten statt. 101 Teilnehmer hatten sich zu diesem Turnier angemeldet und konnten bei bestem Sonnenschein gute Ergebnisse erzielen. Die Siegerehrung erfolgte im Anschluss im Festzelt bei Buffet und Musik. Zu Gast war an diesem Abend die Rockband Time Out.
Brutto-Siegerin wurde Ulrike Springer mit 85 Schlägen und Bruttosieger Christian Büker mit 70 Schlägen (2 unter Par). Christian Büker konnte durch diese Runde sein Handicap auf +0,1 verbessern. Die Preise wurden durch den Präsidenten Joachim Gebhardt überreicht.
Weitere Preise erhielten jeweils die Sieger in den Gruppen 1. - 3. Netto A (0,0 -17,8), 1. - 3. Netto B (17,9 - 26,4), 1. - 3. Netto C (26,5 - 54), Nearest to the Pin Damen und Nearest to the Pin Herren
Allen Siegern herzlichen Glückwunsch!
Lipperländerinnen erfolgreich beim Matchplay-Regio-Finale
Von 60 Regio-West Finalistinnen haben Katja Riecke-Kropp das 1. Netto und Meike Köhler das 2. Netto der Klasse A gewonnen. Somit fahren sie im April 2012 mit ihren Männern zum Bundesfinale nach Mallorca, machen zwei Tage auf der MS Columbus II eine Minikreuzfahrt mit Golfstopp auf Menorca, spielen dann das Finale im GC Son Vida auf Mallorca mit anschließender Siegerehrung und Galadiner wieder auf der Columbus II. Die letzte Übernachtung findet dann im Hotel Son Vida statt, bevor es am nächsten Tag wieder in die Heimat geht.
Ab sofort 4 Golfcarts zu mieten!
Endlich ist es soweit: Seit dem 5. Juli 2011 können auch im GC Lipperland e.V. Golfcarts für die Runde gemietet werden. Wir haben vier Buggies zur Verfügung, die von Mitgliedern und Gästen bis zu sieben Tage im Voraus unter der Telefonnummer 05232 66829 (TapIn) reserviert werden können.
Die Gebühren betragen:
18 Loch: 25,00 €uro
9 Loch: 15,00 €uro
Bitte haben Sie Verständnis, dass bei anhaltend schlechter Witterung die Nutzung der Carts kurzfristig untersagt werden kann.
Golfen in Swinemünde
Wir erinnern uns: In unserer Jubiläumswoche 2010 gab es außergewöhnliche Preise. Einer davon fiel auf Marion und Kalle Visser sowie Kurt Mockwitz und Helmut Haase: Ferienwohnung für drei Personen inclusive drei Greenfees auf dem Amber Baltic Golf-Course. Der zunächst für einen 3er-Flight gedachte Preis wurde auf „bis zu vier Personen“ erweitert.
Sponsor Lothar Schmidt, ehemaliges Mitglied im Golfclub Lipperland, der seit etwa fünf Jahren Ferienwohnungen in Swinemünde verkauft, vermietet und managt, war wegen der besonderen Zusammensetzung der Preisträger-Gruppe bereit, den Preis auf zwei Ferienwohnungen für je zwei Personen in der Villa Dorota zu erweitern.
In Swinemünde wurden wir nach ca. 600 km Fahrt äußerst herzlich empfangen, und nach kurzem Einzug in die Wohnungen ging es noch am gleichen Nachmittag auf die erste Runde auf dem Baltic Hills Golf-Course in Korswandt, also auf der deutschen Seite. Es ist festzuhalten, dass auf diesem Platz durch die Trockenheit von Fairways und Grüns diverse Bälle sich als zu lang erweisen sollten. Der Tag wurde dadurch abgerundet, dass uns Lothar in eine Strandkneipe zu einem deftigen Schmaus, begleitet von dem einen oder anderen Getränk, einlud.
Am zweiten Tag war dann der Amber Baltic Golf-Course auf der Nachbarinsel Wollin, erreichbar durch eine Fähre, angesagt. Lothar überraschte uns mit Kaffee, Gebäck und Schnittchen zum Frühstück, und, nachdem er in Absprache mit seiner Frau Jolanta einen Tag Auszeit vom Immobiliengeschäft nehmen konnte, fuhr er mit uns zum besagten Course. Kurzerhand übernahm er auch noch das vierte Greenfee.
Der Amber Baltic Golf-Course, angelegt 1989, ist eine Reise wert. Nach dem ersten Abschlag aus großer Höhe führen die ersten Neun durch eine harmonische und gepflegte Auen- und Parklandschaft. Die zweiten Neun bilden einen eindrucksvollen Kontrast: Ein Links-Course mit erheblichen Höhenunterschieden.
Der Platz gefiel uns so gut, dass wir auch gleich für den nächsten Tag buchten und dort eine dritte Runde spielten. Auch an diesem Tag waren nur wenige Flights auf dem Platz unterwegs, also war total entspanntes Golfen angesagt. Dass Marion alle drei Runden als Siegerin beendete, lag eindeutig an ihrem taktisch und technisch hervorragenden Spiel und nicht etwa an übertriebener Zurückhaltung bei den drei Herren.
Fazit: Eine wunderbare, viel zu kurze Zeit, die dank der großen Herzlichkeit von Jolanta und Lothar und zudem bestem Golfwetter nur einen Schluss zulässt:
Da sollten wir nochmal hinfahren!
Hinweis für Lipper: Die Preise für Wohnen, Golfen und Lebensunterhalt sind sensationell günstig. (Infos unter www.usedom-vermietung.com)
Helmut Haase














